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Olivenhain mit Kronenwucherblume (Chrysanthemum coronarium)
Flora am Straßenrand (Straße nach Ano Saktouria)
Rote Mittagsblume (Carpobrotus acinaciformis) am Straßenrand
Saat-Siegwurz (Gladiolus italicus). Wiese in Sivas
Hügel mit Kretischem Ebenholzstrauch (Ebenus cretica)
Phrygana mit Kretischer Zistrose (Cistus creticus)
Phrygana mit Italienischem Knabenkraut (Orchis italica) Als Quelle eines vielfältigen floristischen Paradieses haben meine Frau und ich die faszinierende Insel Kreta im Frühjahr 2008 erlebt. Wir "tauchten" in ein Blütenmeer von Orchideen, Wucherblumen, Riesenfenchel und vielen anderen Pflanzenarten. Was ist der Grund für diese Vielfalt auf der über 8300 km² großen Insel im Mittelmeer? Die erdgeschichtliche Entwicklung zeigt, dass Kreta zu einem etwa 650 km langen Inselbogen gehört, der den Peloponnes mit Kleinasien verbindet. Hier verläuft der tektonische Graben zwischen der europäischen (eurasiatischen) und der afrikanischen Kontinentalplatte. Während des Jura (vor etwa 200 bis 145 Millionen Jahren) begann die afrikanische Platte unter die eurasiatische abzutauchen. Gebirgsauffaltungen kennzeichneten die Kreidezeit (vor etwa 145 bis vor 65 Millionen Jahren). Geologische Aktivitäten führten zu Absenkungen und Überflutungen der Region im Laufe langer Zeiträume, in denen Kreta offenbar auch mit dem Festland verbunden war. Vor etwa 1 Million Jahren (Anfang des Pleistozäns) nahmen das Mittelmeer und auch Kreta immer mehr die heutige Gestalt an. In dieser Zeit soll Kreta erneut mit dem angrenzenden Festland in Kontakt gekommen sein. Verbindungen mit dem Festland führen zu Migration von Tieren und auch Pflanzen. Anschließende Isolierung über lange Zeiträume führt in dem abgelegenen Areal einer Insel zur Entstehung neuer Arten bzw. Unterarten. Solche Arten, die nur in diesem Gebiet vorkommen, heißen endemisch. Und Kreta weist eine Vielzahl endemischer Pflanzen- und Tierarten auf. Heute wird Kreta von vier gewaltigen Gebirgsmassiven geprägt: im Westen die Lefka Ori (Weiße Berge), im Zentrum das Ida-Gebirge (Psiloritis-Massiv) und im Osten das Dikti- oder Lassithi-Gebirge sowie die Thriptis-Berge. Diese Gebirgsmassive sind durch Bergketten und Hügelland miteinander verbunden. Die Höhenunterschiede zwischen den Gipfeln der großen Gebirge (über 2400 m) und dem Meer, die zahlreichen Schluchten (Gorges), die Windverhältnisse (feuchter Nordwind, heißer Südwind (Scirocco) aus Nordafrika) - all dies sind Faktoren, die nicht nur das Klima von Kreta beeinflussen, sondern auch zur Entstehung sehr unterschiedlicher Lebensräume führen. Diesen verschiedenen Lebensräumen sind Pflanzen und Tiere in langen Zeiträumen angepasst worden. Man unterscheidet auf Kreta folgende Lebensräume, die viele Kleinlebensräume beinhalten: 1. Lebensraum "Küsten" mit Sand- und Felsküste; 2. Lebensraum "Flachland" (Zone bis auf eine Höhe von 300m); 3. Lebensraum "Mittelgebirge" (Zone bis auf eine Höhe von etwa 800 m); 4. Lebensraum "Gebirge" (Zone von 800 m bis über 1800 m Höhe); 5. Lebensraum "subalpines Gebirge" (Zone von ca. 1800m bis ca.2200m Höhe); 6. Lebensraum "alpines Gebirge" (Zone von ca. 2200m bis über 2400m Höhe); 7. Lebensraum "Feuchtgebiete"; 8. Lebensraum "Schluchten (Gorges)"; 9. Lebensräume durch anthropogene Einflüsse (Gebäude, Straßen, landwirtschaftliche Nutzflächen). Die naturbelassenen Lebensräume sind auch auf Kreta gefährdet. Straßenbau, Tourismus, Bebauungen, Waldbrände, Überweidung und moderne Landwirtschaft sind große Umweltprobleme der Insel. So haben Brände und intensive Rodungen den Baumbestand durch immergrüne Strauch- und Staudengewächse sowie kleine, bis sieben Meter hohe Bäume ersetzt. Einen solchen undurchdringlichen Lebensraum bezeichnet man als Macchia mediterranea. Durch übermäßige Abholzungen und Beweidungen sowie Brände verarmen die Böden der Macchia noch mehr und es entstehen die Vegetationstypen der Garigue (50 - 100 cm hohe Strauch oder Staudengewächse) und der Phrygana (bis 50 cm hohe Strauch- oder Staudengewächse). Zwischen diesen Vegetationsformen gibt es häufig Übergänge. Noch bietet Kreta eine reichhaltige Fauna und vor allem Flora, die erhalten werden müssen! Auf unseren Exkursionen im Frühjahr 2008 konnten wir von dieser Reichhaltig-keit auf unsere Weise partizipieren. Als Naturliebhaber und Hobbyfotografen hat uns dieses Mal insbesondere die farbenfrohe und vielfältige Flora in ihren Bann gezogen. Fotografische Juwelen waren die Orchideen, die in dieser Zeit ihre bizarren Schönheiten insbesondere im Makrobereich offenbarten.
Kreta. Standortquartier Sivas; Exkursionsgebiete grüne Linien (Exkursionen bis 2010) Unser Standortquartier lag im Süden Kretas: In ihrer idyllisch gestalteten "Anlage" mit einem reichhaltigen mediterranen Flair in Sivas, einem kleinen Ort in der Nähe des Badeortes Matala, wurden wir von unseren Freunden Gesine und Reinhard erneut herzlich aufgenommen und mit vielen Hinweisen zu Sehenswürdigkeiten sowie zu Land und Leuten exzellent beraten. Seine in vielen Jahren auf Kreta erworbenen Kenntnisse machen Reinhard zu einem überaus qualifizierten Trip- und Exkursionsberater Kretas, wie bereits auf seiner Website www.kreta-sivas.de zu erfahren und zu bestaunen ist. Hier erhält man umfangreiche Informationen über die Kultur- und Kirchengeschichte Kretas, über Menschen und Natur Kretas, über das Urlaubsziel Sivas und Umgebung mit Tipps zu Anreise, Unterkunft, Gastronomie, Ausflügen, Wanderungen, ... und vieles mehr, kurzum nahezu alles, um sich "kretisch" wohl zu fühlen.
Sivas. Blick aus der "Anlage" auf das Psiloritis-Massiv
Sivas. Blick vom Standortquartier auf Sivas
Sivas. Marktplatz Unsere Exkursionen führten uns außer nach Sivas und Umgebung in die Berge Bouvala, Siderotas und Xiron (nordöstlich von Agia Galini), auf die Hügel zwischen Spili und Gerarkari (Ausläufer des Kedros-Berges) sowie in das Diktigebirge.
Exkursionsgebiet nordöstlich von Agia Galini
Exkursionsgebiet Heiligenschlucht (Agiofarango) südlich von Sivas
Exkursionsgebiet in der Nähe von Gerarkari In der Bildergalerie "KRETA's BLÜTENWELT im macrofocus" ist eine Auswahl an Makroaufnahmen pflanzlicher Kostbarkeiten zu sehen, die in den oben skizzierten Exkursionsgebieten entstanden sind. Die Bildergalerie "KRETISCHER ZAUBER - mit der Kamera gemalt" zeigt Makroaufnahmen mit der Offenblendetechnik. | ![]() | |||||||||||||||||
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